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In unserer westlich geprägten Zivilisation stöhnen viele Menschen auf hohem Niveau über zu wenig Geld, schlechte Bildungschancen und die immer größer werdende Gruppe der Armen. Dies hat in Zeiten von Harz IV zwar in dem ein oder anderen Fall durchaus seine Berechtigung und sollte nicht geschönt werden. Trotzdem sind der absolute Mangel an Nahrung oder Wasser für jeden von uns kaum vorstellbar. Doch wir vergessen leicht, dass es in manchen Regionen unserer Welt noch immer Kinder gibt, die nicht in Sozialgefügen oder Familien aufgefangen werden und die neben dem alltäglichen Hunger und Durst auch noch auf jedwede Bildung verzichten müssen. Oft arbeiten sie unter menschenunwürdigen Bedingungen in der Herstellung von Dingen, die unserer Zivilisationsgesellschaft später für viel Geld zum Verkauf angeboten werden. Manche Familie fühlt sich gezwungen das eigene Kind zu verkaufen, damit die anderen Mitglieder wenigstens halbwegs überleben können. Wie gesagt, dieses Horrorszenario können wir nur schlecht nachempfinden und da verurteilen wir schnell, was Menschen alles tun um zu überleben. Wer aber seine Berufung darin sieht, den hungernden Kindern dieser Welt zu helfen, der sollte sich Gedanken über eine Kinderpatenschaft machen. Wer eine Kinderpatenschaft übernimmt, der leistet mit einem für unsere Verhältnisse recht geringen finanziellen Beitrag einen Anteil für eine größere Gerechtigkeit in unserer Welt. Die in den Entwicklungsländern ansässigen Organisationen, die oft in kirchlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft stehen, leisten viel für die Gesundheitsprophylaxe, die ausreichende Ernährung, die Befähigung zu eigenem Tun und vor allem für Unterkunft und Ausbildung der vielen namenlosen Kinder, die ohne diese Hilfe allein dastehen würden. Denn das ist die eigentliche Krux jeder Art von Hilfe, die wirklich sinnstiftend geleistet wird: Am Ende sollen alle in der Lage sein für sich selbst und andere zu sorgen. Da lernen Kinder ein Handwerk oder können eines Tages vielleicht sogar studieren und nehmen so ihr Leben selbst in die Hand und helfen auch den nachfolgenden Generationen. Aber ein Anfang muss gemacht werden und wir sollten die Initiatoren dieses Anfangs sein, in dem wir mit einer Kinderpatenschaft dafür sorgen, dass wenigstens ein Kind diese Chance zur Selbsthilfe und Selbstständigkeit erhält. Bei vielen Organisationen werden auch direkte Kontakte zu dem Kind hergestellt, das man finanziell unterstützt und so kann man dieses eine Kind auch aus der Ferne begleiten. Eine Kinderpatenschaft zu schenken, stiftet mehr als nur ein Stückchen (Über)Leben.
Name: Kristina E-Mail: kristina.ffm@arcor.de
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