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Da die Emanzipation nicht nur die Frauen vom Herd weggetrieben hat, sondern auch die Männer in die Küchen ist die kulinarische Gegenwart sehr viel männlicher als die Zeit, in der die meisten Babyboomer groß geworden sind. Weil aber die meisten Männer zeit ihres Lebens echte Spielkinder bleiben, wurde in vielen Küchen in den letzten Jahren stark aufgerüstet. Kaffeemaschinen waren gestern, heute werden Espressomaschinen aufgestellt, bei denen die Herren der Schöpfung stundenlang über Kennziffern wie Wasserdruck diskutieren können. Ein ähnliches Wettrüsten findet bei den Messern statt. Hier reicht es nicht mehr, dass diese einfach nur scharf sind, besser sie kommen aus Japan. Genau genommen sollten die heiligen Messer dann noch aus einer bekannten Messerschmiede kommen, wo dem am besten der Besitzer der Schmied noch namentlich bekannt ist. Wer ein solches Messer gern verschenken will, der kann ruhigen Gewissens auf Produkte wie Haiku Messer zurückgreifen. Diese haben sich im beanspruchenden Alltag von männlichen Chefköchen mehr als bewehrt. Verschenkt man solche Messer, wird man sogleich den Respekt der Beschenkten ernten, da man sich mit dem Geschenk gewissermaßen als Fachmann outet. Und sind nicht dies die Fälle, wo das Schenken besonders viel Spaß macht?
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