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Kerzen begleiten uns durch die gesamte Existenz. Neues Leben wird durch die Taufkerze besiegelt und den Verstorbenen mit der Grabkerze ein Denkmal gesetzt. In beiden Fällen übernimmt diese Funktion eine Stumpenkerze. Zwischen diesen eklatanten Lebensereignissen untermalen sie festliche, besinnliche oder romantische Anlässe in unterschiedlichen Größen und Farben mit vielfältigen Verzierungen oder zeitlos gediegen. Sie werden in Heim- oder Massenverarbeitung als Ausgangsstoff für Adventkränze oder neben Blumen und sonstigem Dekor zu klassischen und individuellen Arrangements jahreszeitlich kompatibel verarbeitet. Die Produktpalette reicht von Duft- und Mosaikkerzen über Schwimmkerzen bis hin zu selbstlöschenden Stumpenkerzen mit differierender Brenndauer. Die Geburtsstunde der ältesten erhaltenen Wachskerze wurde im ersten Jahrhundert nach Christus deklariert, das Produkt seitdem aufbewahrt und ist heute in Frankreich (Vaison) zu besichtigen. Beim Entzünden müsste sie durch eine ausgezeichnete Brennqualität brillieren, sie verbessert sich bei Stumpenkerzen mit fortschreitendem Alter. Kerzen werden synthetisch beispielsweise aus Hydrokarbonwachs erzeugt oder aus natürlichem Wachs wie Bienenwachs handgefertigt. Im Mittelalter wurden sie von Hand gemacht in Burgen, Kirchen und Klöstern entzündet. Ihr vollständiger Duft entfaltet sich erst beim Abbrennen.
Der Ausgangsstoff für die Verarbeitung ist das Erdölprodukt Paraffinwachs. Das Palmwachs ist als Alternative umweltfreundlicher und wirtschaftlich günstiger. Bei der industriellen Produktion der Stumpenkerzen wird es in Röhrenformen gefüllt und an den Enden mit einem Stempel gepresst, während der Docht mit einer Einführhilfe eingezogen wird. In vorgewärmten Gussformen erhalten sie eine sichtbar kleinporige und glänzende Oberfläche. Für die Farbgebung werden sie vollständig eingefärbt. Stumpenkerzen sind für ein gleichmäßiges Abbrennen konzipiert, weil die äußere Wachsschicht langsamer als das Innenwachs schmilzt.
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