Weltfrauentag in Russland – eine Kombination aus Valentins- und Muttertag
In Österreich und Deutschland werden Frauen neben ihrem Geburtstag und zu Weihnachten hauptsächlich an zwei Tagen beschenkt: zum Valentinstag und zum Muttertag. Kleine Valentinstagsgeschenke wie Blumen oder Pralinen sind heutzutage in fast jeder Beziehung Standard. In Russland gibt es hierfür den so genannten russischen Weltfrauentag. Dieser hat nichts mit dem Kampf der Feministen zu tun, sondern Frauen werden am 8. März von ihren Männern und Kindern verwöhnt. Als Nationalfeiertag ist der Weltfrauentag in Russland arbeitsfrei. Es werden jedoch nicht nur Mütter und Partnerinnen beschenkt, sondern auch Geschäftspartnerinnen oder Arbeitskolleginnen „erwarten“ am 8. März zumindest eine kleine Aufmerksamkeit. Dies kann beispielsweise auch nur eine schlichte Einladung auf einen Kaffee sein, kann aber viele Pluspunkte in einer Geschäftsbeziehung bringen. Laut im Februar 2008 durchgeführten Umfragen des Russischen Zentrums für Meinungsforschung, ist der Weltfrauentag für 91% der russischen Frauen und 82% der russischen Männer ein wichtiger persönlicher Feiertag. Dabei wird meist zu Hause, im Kreise der Familie gefeiert – Restaurantbesuche sind sehr selten. Stellt sich die Frage, ob russische Männer trotz Finanzkrise zum russischen Valentinstag Geschenke an ihre Frauen, Freundinnen und Geschäftspartnerinnen vergeben. 2009 haben laut einer Umfrage fast alle russischen Männer den Kauf von Geschenken für durchschnittlich insgesamt 109 Euro geplant – ganz schön viel Geld in Zeiten der Wirtschaftskrise. Die beliebtesten Geschenke sind dabei von Jahr zu Jahr immer wieder Blumen, Parfums oder andere Kosmetik-Artikel und natürlich Pralinen, Süßigkeiten oder Schmuck. Blumen sollten jedoch auch „richtig“ geschenkt werden – so ist es beispielsweise sehr wichtig, eine ungerade Anzahl an Blumen zu schenken. Eine gerade Anzahl von Blumen bringt man in Russland nur zu einer Beerdigung oder zum Friedhof mit. Weiters ist die Farbe der Blumen sehr wichtig, da manche russische Frauen abergläubisch sind und gelbe Blumen (mit Ausnahme von Mimosen und Osterglocken) als Zeichen der Untreue und des Abschieds sehen – wahrscheinlich nicht gerade was man(n) mit dem Schenken der Blumen bezwecken will. Mit einem roten oder weißen Blumenstrauß kann man dagegen nichts falsch machen. Svenja Frick Marketing Sowas will ich auch Reitschulstrasse 7 A-6923 Lauterach Web: http://www.sowaswillichauch.de