Die Taufe: Biblischer Hintergrund und das ideale Taufgeschenk


Die Taufe ist die wohl meist durchgeführte Prozedur in Deutschland, an die sich kaum einer mehr so recht erinnern kann. Sicher geht es vielen so wie mir: Ich wurde im zarten Alter von knapp einem Jahr getauft und habe keinerlei Erinnerung mehr an dieses Ereignis. 

 

Dabei ist die Taufe ein sehr wichtiger Bestandteil unserer traditionell christlich geprägten Gesellschaft, ein Ritus, den andere Religionen in dieser Form gar nicht kennen. Die Taufe ist etwas einzigartiges Christliches und ich möchte die eigentlichen Hintergründe ein wenig erhellen. 

 

Die Taufe ist erst zur Zeit des Neuen Testamentes in den Blickpunkt des Geschehens gerückt. Zuvor gab es so etwas wie die Taufe gar nicht, einmal abgesehen von rituellen Waschungen, die aber nichts mit der Taufe, wie wir sie kennen zu tun haben.  Der Vorgang der Taufe ist also etwa 2000 Jahre alt. Schon Johannes der Täufer taufte, um die Menschen zur Buße zu führen. Die eigentliche Taufe ist aber auf denjenigen zurückzuführen, der ein neues Zeitalter und eine neue Zeitrechnung einläutete: Jesus Christus. Und das ist auch der eigentliche Grund der Taufe, nämlich den Täufling in die christliche Gemeinschaft aufzunehmen. Die Taufe ist das äußere Erkennungsmerkmal, das öffentliche Bekenntnis zu Jesus Christus als Herrn des eigenen Lebens. 

 

So heisst es schon im sogenannten Missionsbefehl Jesu: „Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ (Matthäus 28,19). 

 

Die Taufe war also eine wichtige Voraussetzung, um der christlichen Gemeinde anzugehören.

Doch, und das ist für viele in Vergessenheit geraten, ist die Taufe nicht die Garantie dafür, einmal in den Himmel zu Gott zu kommen. Hier sagt die Bibel: „Wer gläubig geworden  und getauft worden ist, wird errettet werden“ (Markus 16,16) 

 

Es ist also der Glaube an Christus, der uns die Tür zum ewigen Heil aufschließt. Die Taufe allein genügt dafür nicht, denn sonst könnte jeder Mörder, jeder Verbrecher, der zufällig einmal getauft wurde, ein ruhiges Gewissen haben. Nein, Taufe und der rettende Glaube, der auch Reue und Buße beinhaltet, sind die Dinge, die Gott von uns erwartet. Jeder Täufling sollte also von seinen Eltern auch diesen Aspekt der Taufe vermittelt bekommen – sobald dieser alt genug ist, es zu verstehen. 

 

Und da wären wir auch beim idealen Geschenk für einen Täufling: Eine Bibel. Da die Taufe biblischen Ursprungs ist, könnte es kein passenderes Taufgeschenk geben, als das Wort Gottes. Dazu gibt es Ausfertigungen in großer Zahl. Je nach Geldbeutel kann es hier auch gerne auch mal eine Schmuckbibel mit Goldverzierung sein. Eine Widmung, mit Datum der Taufe und Name des Täuflings sollte natürlich in jedem Fall eingeschrieben werden, idealerweise vom Pastor. 

 

Es kann auch eine bebilderte Kinderbibel sein, die die Eltern zusammen mit dem Täufling dann schon im Alter von ab 3-4 Jahren anschauen können. Hier gibt es im Fachhandel eine breite Auswahl. Dem Täufling tun Sie sicher auch einen Gefallen, wenn Sie diesem so bald wie möglich auch den eigentlichen Sinn der Taufe erklären. Denn heutzutage verkommt die Taufe leider oftmals zu einer Prozedur, die aus reiner Tradition durchgeführt wird. Doch der Sinn der Taufe ist und bleibt es, den Menschen in den Kreis der gläubigen Christenheit einzuführen. Das hat übrigens auch schon oft dazu geführt, dass Menschen sich als Erwachsene erneut taufen ließen, da sie den Sinn der Taufe erst in späteren Jahren erfasst haben. 

 

Eckart Haase 

Christliche Autoren